Die Hainkirche ist im Jahre 1321 geweiht worden. Ihre Mauern stehen auf mehreren großen Findlingen. Von der ursprünglichen Kirche ist nicht mehr viel vorhanden, denn Kirche und Turm wurden 1906 umgebaut. Bis dahin trug sie nur einen Dachreiter.
Erst dann wurde der jetzige Turm errichtet und die Kirche durch Seitenemporen und den Einbau eines Holzgewölbes erweitert. Anfang der 70er Jahre wurde die Hainkirche außen neu geputzt, die Elektrik im Inneren erneuert und die beiden Seitenschiffe wurden unter den Emporen durch Holz- und Glaswände abgetrennt.
Im Jahre 1999 konnte der Turm saniert werden.
Die Glasfenster im Altarraum sind Stiftungen aus dem Jahr 1906. Sie zeigen Motive zu Weihnachten und Pfingsten. Das Thema "Ostern" wird auf dem Ölgemälde über dem Altar aufgenommen, das allerdings stark restaurierungsbedürftig ist.
Die Schloßkirche bildet den städtebaulichen Auftakt zur Lützschenaer Schloßanlage. Im 16. Jahrhundert wurde auf romanischen Bauresten ein Gebäude mit rechteckigem Langhaus und eingezogenem rechteckigen Chor errichtet. Sie diente als Gottesdienstraum und zugleich als Begräbnisstätte für die Gutsbesitzerfamilie. Im Jahre 1855 ergänzte man den Bau in romantischer Weise durch die Ausbildung von Treppengiebeln sowie durch die Errichtung eines Westturmes in neugotischer Art mit sichtbarem Ziegelmauerwerk und Spitzbogenportal unter einem spitzen Turmabschluß. Die Baufälligkeit um 1965 führte zu einer Neugestaltung des Inneren unter Erhaltung historischer Details wie dem Sakramentshaus und dem Sakristeiportal.
Inzwischen wurde die Schloßkirche ein weiteres Mal renoviert: Im Jahre 1997 konnte der Turm saniert werden und 1999 erfolgte die Erneuerung des Innenraumes.
Ein noch erhaltenes Holzkruzifix aus dem Jahre 1450 befindet sich in der Sakristei. Der alte Flügelaltar wird im Stadtgeschichtlichen Museum in Leipzig aufbewahrt.Siehe auch 150 Jahre Schlosskirche Lützschena aus dem Auenkurier vom Oktober 2005.
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