Lützschena-Stahmeln - eine Ortschaft in der
Wirtschaftsregion Leipzig/Halle
Am 1. Januar 1994 hatten sich die beiden Gemeinden Lützschena und Stahmeln zur Gemeinde Lützschena-Stahmeln zusammengeschlossen. Auf der Grundlage eines Vertrages wurde sie am 1. Januar1999 nach Leipzig eingemeindet und erhielt den Status einer Ortschaft. Durch die Lage am Rande der Elster-Luppe-Aue und die günstige verkehrstechnische Anbindung ist Lützschena-Stahmeln ein optimaler Wohn- und Gewerbestandort für die Zukunft. An der gut ausgebauten Bundesstraße 6 (alt), der jetzigen Halleschen Straße gelegen, erreicht man in wenigen Minuten mit dem Pkw das Zentrum der Stadt Leipzig. Über die Straßenbahn ist der Ort mit Leipzig in der einen Richtung, sowie mit Schkeuditz in der anderen Richtung verbunden. Durch den Neubau der Bundesstraße 6 nördlich der Ortschaft ist es zu einer Verkehrsberuhigung im Ort und zu einer noch besseren Anbindung an die Autobahnen A 14 und A 9 sowie den Flughafen Leipzig/Halle gekommen. Seit Dezember 2004 verkehrt auf einer überwiegend neu gebauten Strecke zwischen Leipzig und Halle die S-Bahn, welche auch einen Haltepunkt in Lützschena hat. Öffentliche Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen und Krankenhäuser sind deshalb mit dem öffentlichen Personennnahverkehr, aber auch zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Auto gut zu erreichen
weitere statistische Daten
Lützschena ist hervorgegangen aus den ehemals selbständigen Dörfern Lützschena, Quasnitz und Hänichen, welche ebenso wie Stahmeln Straßendörfer waren. Im 1996 bestätigten und von der Stadt Leipzig übernommenen Flächennutzungsplan der ehemaligen Gemeinde werden Festlegungen getroffen, ihren dörflichen Charakter weitgehend zu erhalten, was bedeutet, Wohn- und Gewerbeansiedlungen südlich der Halleschen Straße nur zuzulassen, wenn sie diesem Gedanken entsprechen. Im Süden von Lützschena-Stahmeln befindet sich das Landschaftsschutzgebiet der Elster-Luppe-Aue mit dem Auenwald, der mit seiner Flora und Fauna zu den wenigen noch in Deutschland vorhandenen Wäldern dieser Art gehört. Hier bieten sich viele Möglichkeiten der Erholung, des Tourismus oder des Erlebens der Natur. Besondere Anziehungspunkte sind dort der Schloßpark Lützschena und die Auwaldstation, über die Sie sich auf diesen Internetseiten gut informieren können.
Lützschena und Stahmeln waren schon in der Vergangenheit begehrte Wohnlagen. In Quasnitz, später zu Lützschena eingemeindet, entstand in den Jahren 1909 bis 1911die Wohnanlage am Dorettenring und die Siedlung "Gartenstadt Quasnitz". Die Häuser wurden angelehnt an den holländischen Stil erbaut. Viele Leipziger zog es schon damals ins Grüne, um sich in landschaftlich schöner Lage ein neues Heim zu schaffen. Die "Gartenstadt GmbH" wollte den Bürgern die Möglichkeit bieten, außerhalb von Leipzig bezahlbaren Wohnraum zu mieten oder käuflich zu erwerben. Mit ähnlichem Hintergrund wurde in Stahmeln im Jahre 1936 mit dem Bau der Siedlung an der Auenblickstraße begonnen. Westlich der alten Gartenstadt Quasnitz entsteht heute das neue Wohngebiet Quasnitz. Damit soll nach der endgültigen Fertigstellung Wohnraum für ca. 440 Familien geschaffen werden. Am Südhang des Ortes ist der Wohnpark Auenweg entstanden. Auf einer Fläche von 15.000 qm wurden 84 Eigentumswohnungen und 6 Reiheneigenheime gebaut. Die Wohnanlage "Im Zipfel/Hohle Gasse" konnte ab dem vierten Quartal 1995 nach und nach bezogen werden.
Die beiden Ortsteile Lützschena und Stahmeln sind von ihrer Entstehung her Straßendörfer. Ein Zentrum zum Einkaufen oder für Dienstleistungen gibt es in Lützschena nicht. Es existieren aber einige Einzelhandelsgeschäfte, Dienstleistungsbetriebe, das Bürgeramt und eine Sparkassenfiliale, so dass sich viele Angelegenheiten im Ort erledigen lassen. Die Gewerbefläche in Lützschena, am Ortsausgang zu Schkeuditz zwischen B6 und Straßenbahntrasse, wurde vorrangig für Dienstleistungsbetriebe und Handelseinrichtungen ausgewiesen. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich ein Gartencenter, ein Baumarkt, ein Hotel und eine Tankstelle.
In Stahmeln entstand an der B6 ein attraktives Ortszentrum mit Landwarenhaus,
Einkaufspassage, Gewerberäumen, Büros und Wohnungen. Im Bereich der "Druckereistraße" ist mit der LVZ-Druckerei,
dem Service-Center und einer Vielzahl von kleineren und mittleren Betrieben ein großes Gewerbegebiet entstanden.
Am 4. November 1994 eröffnete der Wohn- und Gewerbepark Stahmeln. Von den 65 Hektar Fläche wurde bereits ein
Teil mit Wohnungen, Büros und Gebäuden für Kleingewerbe bebaut. Ein weiterer Teil ist für Verkehrswege
vorgesehen, auf 15 Hektar entstehen parkähnliche Grünflächen. Eines der ersten Gebäude wurde längst
seiner Bestimmung übergeben, die Geschäftsstelle des TÜV Süddeutschland.
Mit der Kreisgebietsreform und der Eingemeindung nach Leipzig kamen zu dem nördlich der Bahnlinie bestehenden Gewerbegebiet weitere Flächen der ehemaligen Gemeinde Radefeld hinzu. Damit befinden sich in dem Gebiet das Güterverkehrszentrum, das KLV-Terminal, das Paket- und Briefzentrum der Post AG, das Porsche-Werk und eine ganze Reihe von Speditionen sowie Dienstleister und eine Tankstelle. Mit der Erweiterung des Flughafens Leipzig/Halle und der Einrichtung eines Luftfracht-Drehkreuzes dort nimmt die Bedeutung dieses Gebietes zu. Deshalb rechnen wir damit, daß sich in den jetzt schon ausgewiesenen Gewerbegebieten weitere Unternehmen ansiedeln werden und deren Beschäftigte dann eine Wohnung in der Nähe ihres Arbeitsplatzes suchen, also auch in Lützschena-Stahmeln.
Horst Pawlitzky zurück© 1999-2000, 2005 Lützschena-Stahmeln
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