Ein Gang zum Schlosspark in Lützschena

Text und Fotos: Horst Pawlitzky
Stand vom Juli 2007

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Marienaltar im Juni 2007

Ein altes Foto zeigt den Marienaltar Von der Waldkapelle gehen wir zurück zu der Weggabelung und wenden uns nun nach Norden. Es dauert nicht lange und wir stehen vor dem Ex Voto oder, wie die künstliche Ruine auch genannt wird, dem Marienaltar. Diesen Namen trägt sie deshalb, weil in sich der mittleren Nische eine Madonna befand, flankiert von zwei Engeln. Das Foto rechts zeigt den Zustand, so wie es vermutlich um 1830 errichtet wurde. Die Figuren sollen aus dem Kloster St. Veit in Bayern stammen, das sich von 1829 bis 1858 im Besitz der Familie von Sternburg befand.

Leider wurden die Figuren Opfer von Vandalismus, sind endgültig verloren gegangen. Auch ist das Ex voto in den Jahren nach 1945 immer mehr verfallen, war zugewachsen und Bäume, die sich im Laufe der Jahre hier angesiedelt hatten, drohten mit ihren Wurzeln die Reste der Mauern zu sprengen. Nun ist es gelungen, das was von dem Ex Voto noch übrig blieb, so herzurichten, dass es vor weiterem Verfall geschützt ist und man eine Vorstellung davon erhält, wie es früher ausgesehen haben mag.

Holzfigur „Schwebender“
Schwebender
Der Weg führt uns nun nach Westen, immer in der Nähe des linken Ufers der Weißen Elster entlang. Auf einer kleinen Lichtung begegnen wir dem „Schwebenden“, einer überlebensgroßen Figur aus Holz. In der Vergangenheit arbeiteten nämlich in der Nähe zur Auwaldstation Holzbildhauer, die einige ihrer Arbeiten im Park aufstellten, so dass man einige von ihnen hier findet.

An einigen Stellen geben die Bäume den Blick frei über die Elster und die Wiesen hin bis zum Gebäude des TÜV und noch weiter zu den dahinter liegenden Blick aus dem Schlosspark gen Norden zur alten B6
Foto: Michael Bunk
Anlagen der Bahnstrecke Leipzig-Halle. Der Verkehrslärm, welcher uns von der nahen Halleschen Straße (alte B 6) und der Straßenbahnlinie 11 erreicht, reißt uns jetzt aus romantischen Träumen, die wir vielleicht beim Ausflug in das 19. Jahrhundert hatten.


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