Text und Foto: Horst Pawlitzky
Stand vom Juli 2007

Die Gruft der Familie Speck von Sternburg
Wenn wir uns rechts halten, dann überqueren wir eine größere
Halbinsel, auf der sich links unter einem Hügel die Gruft der Familie
Speck von Sternburg befindet und zu beiden Seiten des Weges Grabstätten
liegen, in denen Angehörige der Familie oder ihnen nahe stehende Personen
beigesetzt wurden. Vieles ist dem Vandalismus zum Opfer gefallen und so
zerstört, dass eine Wiederherstellung fraglich erscheint, zumindest aber
mit immensen Kosten verbunden wäre.

Die restaurierten Gräber
Wieder hergestellt wurde die Anlage, die sich rechts von unserem Weg
befindet und in welcher vier Grabstätten in Form eines Kreuzes
angeordnet sind. Man kann auch noch die Fundamente von Säulen
erkennen, denn es spannte sich ursprünglich ein Dach darüber,
dessen Grundriss ein Achteck bildete.

Die Ruine der Grabkapelle
Dahinter, fast am Ufer des Hinterwassers, befindet sich die Ruine einer
kleinen Kapelle, in der man Maximilian Speck von Sternburg (†
22.12.1856) und zuvor seine Gattin Charlotte Elisabeth († 09.03.1836)
beisetzte. Sie wurde 2005 vor weiterem Verfall geschützt und durch die
Nachbildung einer Tür im gotischen Stil ergänzt, die u.a. eine
Tafel mit den Namen der bisherigen Majoratsherren trägt. Damit ist eine
würdige Stätte des Erinnerns an die beiden Verstorbenen und ihre
Nachfahren entstanden.

Die steinerne Truhe
Wir gehen weiter, uns immer links vom Ufer des Hinterwassers haltend, und
genießen den Blick auf weite Wiesen, die von den kulissenartig
vorspringenden Waldspitzen reizvoll gesäumt werden.

Steingruppe
Hier sehen wir rechts am Wegesrand die Steinerne Truhe und ihr gegenüber
in einer Gruppe von Steinen einen, in den die Buchstaben M v S 1841
gemeißelt sind.

Die Waldkapelle
Kurz danach erreicht man eine Weggabelung. Geht man hier nach rechts, dann steht
man bald vor einer kleinen Insel, auf der sich die so genannte
Waldkapelle befindet, in manchen Quellen auch als Marienkapelle

Die Waldkapelle als Ruine
bezeichnet. Ihre Tage schienen wegen des fortgeschrittenen Verfalls
(s. linkes Bild) gezählt. Dank der Initiative des Fördervereins
Auwaldstation und Schlosspark und des handwerklichen Geschicks von
Unternehmen aus der näheren Umgebung von Lützschena ist es
geglückt, dieses Bauwerk zu rekonstruieren und am 8. Dezember
2006 als in seiner äußeren Hülle wieder hergestellt
der Öffentlichkeit vorzustellen.
Nun kann man nur hoffen, dass es künftig gelingt, die anderen Objekte wieder so herzustellen, dass sie einen Zustand dokumentieren, der bei der Anlage des Parks beabsichtigt war.
© 1999-2007 Lützschena-Stahmeln