Text und Foto: Horst Pawlitzky
Stand vom Juli 2007
Vorbei an gewaltigen Eichen gehen wir nach rechts und erreichen einen Teich,
in den eine kleine Halbinsel ragt, auf welcher der Dianatempel steht. Auf
sechs dorischen Säulen ruht ein Kranz mit einem halbkugelförmigen Dach. Einst
befand sich darunter eine Statue der Diana, römische Göttin der Jagd und
Herrin der Tiere. Gegenüber am anderen Ufer des Teiches sind noch zwei Sockel
zu sehen, auf deren einem sich die Statue der Flora befand, Göttin der Blumen
und des Frühlings. Leider sind die Statuen verschwunden, und das gleiche
Schicksal hätte fast den Dianatempel ereilt, war er doch in den letzten
Jahren durch den Zahn der Zeit und unter tätiger Mitwirkung von
Vandalenhänden zu einer unansehnlichen Ruine verkommen.
Glücklicherweise gelang es mit Unterstützung des Amtes für ländliche Neuordnung die Fördermittel zu erhalten, welche eine Restaurierung des Tempels ermöglichten. Der Restaurations- und Bildhauerfirma Markus Gläser aus Leipzig-Gohlis konnte der entsprechende Auftrag erteilt werden. Nach der Stabilisierung der Fundamente, der Ausbesserung der Säulen mit ihren Basen und Kapitellen, dem Aufsetzen der völlig neuen metallgedeckten Kuppel (ca. 5 m Durchmesser) und den abschließenden Malerarbeiten, sowie unter strikter Einhaltung denkmalpflegerischer Gesichtspunkte konnte dieses Kleinod im Herbst 1999 in strahlendem Weiß seine Wiedergeburt erleben. Der Park hat damit einen würdigen Eingang erhalten und es verstärkt sich die Hoffnung, daß aus der öffentlichen Hand und von Sponsoren auch künftig die Mittel fließen werden, welche nötig sind, um die anderen Teile des Parks und seine Gestaltungselemente in alter Schönheit wieder entstehen zu lassen.
Heute ist der Dianatempel nicht nur ein beliebtes Fotomotiv, sondern auch ein Symbol für unseren schönen Schlosspark, so dass man ihn in vereinfachter Form z.B. auf dem Logo des Fördervereins Auwaldstation und Schlosspark e.V. oder im Jahre 2003 für die 725-Jahrfeier der urkundlichen Ersterwähnung von Lützschena wieder findet.
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