Ein Gang zum Schlosspark in Lützschena

Text und Foto: Horst Pawlitzky
Stand vom Juli 2007

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Die Auwaldstation am Schlosspark in Lützschena
Die Auwaldstation

Wir wenden uns aber unmittelbar hinter der Elsterbrücke nach links und stehen nach wenigen Schritten vor der Auwaldstation. Das Backsteingebäude mit dem aufgesetzten Ziegelfachwerk und den hohen Mauern um den Hof fügt sich harmonisch in die Landschaft ein. Früher diente es als Stellmacherei des Gutes Lützschena, wurde aber infolge der fortschreitenden Motorisierung nicht mehr genutzt und verfiel zusehends. Aus dem Dornröschenschlaf wurde es aufgeweckt, als der Gemeinderat Lützschena beschloss, es zu sanieren und als ein öffentliches Begegnungszentrum im Interesse des Naturschutzes und der Kultur im nördlichen Auenwald dem später aufgelösten Zweckverband Flußauenlandschaft Leipzig-Nordwest zur Nutzung zu übergeben. Feierlich eingeweiht wurde sie am 3. Oktober 1998.

Im Zuge der Eingemeindung von Lützschena-Stahmeln nach Leipzig am 1. Januar 1999 ging die Auwaldstation in das Eigentum der Stadt über und wurde dem Umweltamt zugeordnet. ABM-Kräfte sind hier eingesetzt, um den Betrieb des Hauses zu sichern. Dazu gehören die Organisation von Ausstellungen, Führungen im Schlosspark oder dem Auenwald, Betreuung von Schulklassen, Buchlesungen oder Konzerten.

Logo des FAS e.V. Unterstützt werden sie dabei von dem Förderverein Auwaldstation und Schlosspark e.V., der 2002 auf Initiative des Nabu, des BUND und der Lützschenaer Kulturszene gegründet wurde. Durch das Einwerben von Spenden hilft er nicht nur die Arbeit der Auwaldstation zu sichern, sondern finanziert auch Arbeiten zur Pflege und Instandhaltung des Schlossparks. Dazu stehen ihm u.a. die Erlöse aus einer Holzauktion zur Verfügung, die jährlich im Februar stattfindet. Dabei kommt das Holz unter den Hammer, welches die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Lützschena bei ihrem Training mit der Kettensäge unter Anleitung eines Försters im Schlosspark einschlagen. Die größte Sorge ist aber immer, dass genügend gut qualifizierte und vor allem auch naturwissenschaftlich und kulturell interessierte ABM-Kräfte zur Verfügung stehen, so dass die anerkannt gute Arbeit der Auwaldstation fortgesetzt werden kann.

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