Text und Fotos: Horst Pawlitzky
Stand vom Juli 2007
Kraftwerk an der Elster

Elsterbrücke und Kastanienallee
Überschreiten wir nun die 1991 erneuerte Brücke
über die Weiße Elster, dann sehen wir rechts das Wehr und dahinter das aus
gelben Backsteinen gebaute Kraftwerk, das einen Arm der Elster überspannt
und von 1901 bis Ende der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts mit ihren drei
Francis-Turbinen sowohl die Sternburg-Brauerei als
auch Teile von Lützschena mit Gleichstrom versorgte. Der Einsatz des
technisch besser handhabbaren Wechselstroms führte zu seiner Stilllegung.
Jetzt ist es von dem neuen Besitzer mit seinen Einrichtungen wieder so weit
hergerichtet, dass die modernisierte Turbinenanlage Strom ins Netz liefert.
Glücklicherweise dient das Gebäude gegenwärtig nun nicht nur der Gewinnung
von erneuerbarer Energie, sondern hat eine Rolle als technisches Denkmal, der
es gerecht wird, wenn in ihm auch Führungen veranstaltet werden.

Geradeaus führt der mit Feldsteinen gepflasterte und von jungen Kastanien gesäumte Weg über die 1998 als Ersatz für die baufällige stählerne Brücke geschaffene moderne Holzbrücke über das Hinterwasser, im Volksmund als "Hundewasser" bezeichnet, zum Flutbett der Luppe. Dieses wurde in den 30er Jahren angelegt, um die jährlichen Hochwasser zu vermeiden. Lediglich im Sommer 1954 geschah es, dass infolge außergewöhnlich starker und langdauernder Regenfälle die Luppe ihr Bett verließ und die Wassermassen die niedrig gelegenen Teile von Lützschena überfluteten. Überschreitet man die Luppenbrücke und wandert weiter in südlicher Richtung, dann gelangt man nach Böhlitz-Ehrenberg. Wandert man auf dem Luppendamm in östlicher Richtung, dann ist das nächste nennenswerte Objekt der Auensee im Leipziger Ortsteil Wahren. Bei der Wanderung in westlicher Richtung ist ein lohnendes Ziel die Domholzschänke.
© 1999-2007 Lützschena-Stahmeln