Ein Gang zum Schlosspark in Lützschena

Text und Fotos: Horst Pawlitzky
Stand vom Juli 2007

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Die Eingangstür des Lützschenaer Schlosses mit dem Sternburgschen Familienwappen darüber
Die Eingangstür
mit dem Familienwappen
Nachdem wir nun weiter gegangen sind und den Schlosshof überquert haben stehen wir vor dem Lützschenaer Schloss. Das im Stil englischer Neugotik 1864 erbaute Haus war bis 1945 im Besitz der Familie von Sternburg. Nach deren Enteignung im Zuge der Bodenreform wurde es überwiegend als landwirtschaftliche Fachschule genutzt, u.a. zur Weiterbildung von Kadern, die von der DDR als Entwicklungshelfer in verschiedene afrikanische Länder geschickt wurden, zuletzt als Schule für behinderte Kinder. Heute ist das Schloss aus dem Besitz des Freistaats Sachsen wieder in Privateigentum übergegangen. Die jetzigen Eigentümer unternehmen große Anstrengungen, um es nach den Vorgaben des Denkmalschutzes wieder in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen. Zuerst haben sie die Räume im Erdgeschoß hergerichtet und halten sie auch für die Öffentlichkeit geöffnet, wenn dort Veranstaltungen und Ausstellungen stattfinden. Vom einstigen Glanz kündet nur noch die Südfassade des Gebäudes mit dem Vorbau und dem Familienwappen über der Tür zur Freitreppe.

Der Pferdestall am Lützschenaer Schloss
Der Pferdestall
Begrenzt wird der nördlich gelegene Hof von Resten der zum Gut gehörenden Wirtschaftsgebäude, die die Bedeutung des einstigen landwirtschaftlichen Großbetriebes ahnen lassen. Der Pferdestall östlich vom Schloss, den viele wegen seiner eigenwilligen Architektur für eine Kapelle halten, ist äußerlich hervorragend renoviert und soll später nach erfolgtem Innenausbau einmal für größere Veranstaltungen genutzt werden. Der kleine mit Zinkblech verkleidete Turm stammt noch von dem alten Barockschloss. Im Schlossgarten am Elsterufer befindet sich eine Plastik, der so genannte Borghesische Fechter. Es handelt sich hier um den Nachguss einer antiken griechischen Marmorplastik aus dem 1. Jhd. v.u.Z.


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