Text und Fotos: Horst Pawlitzky
Stand vom Juli 2007

Der Gasthof im Herbst 2006…
Wenden wir uns an der beschriebenen Straßenkreuzung nach Süden, dann befand
sich hinter uns der 1826 errichtete Gasthof. Er war zwar städtisches
Eigentum und stand unter Denkmalschutz, musste aber leider abgerissen
werden, weil sich niemand fand, der das nötige Geld besaß, ihn zu
restaurieren und einer sinnvollen Nutzung zuzuführen.

…und auf einer historischen Postkarte
Schade, denn weit über Lützschena hinaus war er bekannt, galt wegen seines Gartens mit den großen und viel Schatten spendenden Kastanien und dem Saal, wo sich die Tanzfreudigen aus nah und fern am Wochenende versammelten, als ein sehr beliebtes Ausflugsziel.
Hinter dem Gasthof dominiert das Gelände der ehemaligen Sternburg-Brauerei das Ortsbild. Sie war 1991 in den Besitz der Brau- und Brunnen AG Dortmund übergegangen und ist seither stillgelegt. Ein privater Unternehmer hat im Juni 2003 die Brauerei erworben, sich auch dazu geäußert, was seine Pläne für die weitere Nutzung dieser Liegenschaft sind, nur geschehen ist bis jetzt nichts. Vordringlichste Aufgabe dürfte es aber sein, die unter Denkmalschutz stehenden Bauwerke, also das Sudhaus mit seinem markanten Kupferdach, das Werkstattgebäude samt Uhrturm und die Garagen vor Vandalismus und dem weiteren Verfall zu retten.

Die Villa Martha
Auf dem unterhalb der Halleschen Straße gelegenen dreieckigen Grundstück, links von unserem Weg, befindet sich unter hohen Bäumen die Villa Martha. Bis 1945 war hier ein großer Teil der Sternburgschen Gemäldesammlung untergebracht. Die dahinter liegende Straße trägt deshalb noch heute die Bezeichnung "Am Bildersaal". Das Bild entstand bevor am Ende des Jahres 2006 mit der Instandsetzung des Gebäudes begonnen wurde.
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