Text und Fotos: Horst Pawlitzky
Stand vom Juli 2007

Die Badeinsel

Die Überreste der ehemaligen
„Weißen Brücke“
Rechts erspähen wir die Badeinsel, auf der man noch das Fundament des
Häuschens sieht, in dem man sich umkleidete, ehe man ein Bad in der früher
sicher sauberen Elster nahm. Über einen kleinen Steg erreichte man die
Insel, die auch geschmückt war mit der Büste des Äskulap (griechischer Gott der Heilkunst). Sie wurde
aufgestellt zur Erinnerung an den Leibarzt des Zaren, der Maximilian Speck
heilte, als er bei seiner Russlandreise einen schweren Unfall mit dem
Reisewagen erlitt.
Nun erreichen wir auch jene Stelle, an der die „Weiße Brücke“ den Zugang vom Schloss zum Park bildete. Auf dem Bild rechts sieht man, welch traurigen Zustand sie vor wenigen Jahren hatte, ehe sie abgerissen werden musste.

Sockel der Vestalin
Gegenüber der Stelle, wo sich die Brücke über die Elster spannte, ist ein
Sockel, von dem den Besucher am Parkbeginn die Statue einer Vestalin (römische Göttin des häuslichen Herdes)
begrüßte. Im Hintergrund sieht man ein weißes Gebäude, heute Teil einer
Kegelbahn, früher aber vielleicht Teil des „Russische Hauses“. So war
östlich vom Schloss und am rechten Elsterufer der russische Garten, in
welchem sich neben dem Gondelteich u.a. ein Kiosk in Form eines
Tatarenzeltes und das „Russische Haus“ mit darin aufbewahrten
Sehenswürdigkeiten befanden. Es ist unschwer zu erkennen, dass Speck hier
seine Erinnerungen an die Russlandreise im Jahre 1825 pflegte und Besuchern
anschaulich darüber berichtete. Diesen Parkteil gibt es heute nicht mehr.
Er ist auch nicht zugänglich, sondern wird als Reitsportgelände genutzt.
Lediglich der Straßenname "Am russischen Garten" erinnert noch an diesen.
Noch weiter nördlich erkennt man auf dem Bild das Sudhaus der stillgelegten
Sternburg-Brauerei mit dem die Landschaft bestimmenden Kupferdach. Nun sind
wir am Ende des Rundgangs durch den Park, nähern uns dem jetzigen Eingang an
der Auwaldstation.

Statue der Venus
Von hier sind es nur wenige Meter bis zur Elsterbrücke am Schloss und der
Kastanienallee. Geht man auf ihr in südlicher Richtung, dann sieht man
rechts die Statue der Venus. Vor einiger Zeit gelang es, sie zu reinigen und
denkmalgerecht zu restaurieren, so dass sie ihre ursprüngliche Schönheit
wieder erhielt. Um den empfindlichen Sandstein vor schädlichen
Witterungseinflüssen und Vandalismus zu schützen verbirgt sie sich in den
Wintermonaten in einem hölzernen Verschlag.
Am Ende der Kastanienallee überspannt eine Brücke das Hinterwasser oder wie die Lützschenaer auch sagen das Hundewasser. Der Weg rechts führt in die sehenswerte Siedlung am Dorettenring, geradeaus aber zur Luppe, von deren Brücke man nun in verschiedene Richtungen wandern oder auch radeln kann.
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