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Rede zur Instandsetzung am 07.06.2001 |
| An einer exponierten Stelle, nämlich am südlichen Ende der Straße An der Schäferei, dort wo der Schloßweg und der Bauernsteg abzweigen, befindet sich das Kriegerdenkmal unseres Ortsteiles. Es erinnert an die Gefallenen des 1. Weltkrieges 1914-1918. Der Zeitpunkt seiner Aufstellung sowie die an seiner Gestaltung und Ausführung Beteiligten und auch der Auftraggeber sind uns unbekannt. Die steinerne Platte des Denkmals trägt folgende Namen: |
| Freiherr Speck von Sternburg Hans-Joachim |
10.8.14 | Pabst, Otto | 26.9.15 | Crell, Artur | 4.9.16 |
| Erzinger, Otto | 2.9.14 | Pabst, Karl | 18.9.17 | Rackwitz, Emil | 4.6.17 |
| Wolff, Paul | 18.5.15 | Pabst, Emil | 13.4.18 | Vogt, Ernst | 5.8.17 |
| Gottschall, Hermann | 21.8.15 | Hartisch, Eugen | 15.10.15 | Eisenhardt, Arthur | 9.3.18 |
| Kühne, Paul | 25.9.15 | Schmidt, Wilhelm verm. | 20.11.15 | Hildebrandt, Albert | 9.4.18 |
| Eichler, Otto | 25.9.15 | Hartig, Oskar | 6.1.16 | Voigtmann, Max | 18.4.18 |
| Sack, Karl | 25.9.15 | Wilhelm, Max | 22.1.16 | Bäßler, Arthur | 18.7.18 |
| Ziegler, Richard | 6.10.15 | Mocker, Otto | 16.4.16 | Franke, Gustav | 4.9.18 |
| Dr. Wlokka, Alfred | 30.7.16 | Brückner, Paul | 13.12.18 |
| Gabriel, Johannes | 13.9.14 | Nebrig, Paul | 15.6.15 | Stolle, Karl | 10.11.16 |
| Range, Albert | 20.9.14 | Haßler, Martin | 7.7.15 | Wilsdorf, Bernhard | 21.7.17 |
| Range, Walter | 29.5.18 | Zätzsch, Alwin | 6.11.15 | Röder, Friedrich | 20.11.17 |
| Raabe, Franz | 23.10.14 | Naumann, Arthur | 23.9.15 | Röder, Johannes | 18.7.18 |
| Raabe, Gotthard | 2.11.14 | Naumann, Alfred | 17.5.17 | Liebeskind, Richard | 1.6.18 |
| Dietz, Richard | 8.11.14 | Faulmann, Emil | 31.7.16 | Rau, Kurt | 26.10.18 |
| Kaiser, Richard | 16.12.14 | Hempel, Adolf | 20.10.16 |
| Krause, Walter | 21.8.14 |
Schau, Karl | 31.1.15 |
Rühl, Arthur | 6.11.16 |
| Beuchel, Friedrich | 18.9.14 |
Hietscholt, Fritz | 17.5.15 |
Stäudtner, Alfred | 7.12.16 |
| Vetter, Oskar | 14.9.14 |
Fritzsche, Emil | 24.5.15 |
Zannotti, Otto | 27.2.17 |
| Vetter, Paul | 8.10.18 |
Kuka, Ernst | 15.6.15 |
Franke, Kurt | 18.4.17 |
| Peter, Adolf | 19.9.14 |
Kuka, Paul | 16.8.17 |
Veith, Paul | 5.3.18 |
| Brückner, Karl verm. | 25.9.14 |
Reinhardt, Emil | 4.8.15 |
Gärtner, Franz | 5.8.18 |
| Bresler, Alfred | 28.10.14 |
Pfeil, Otto | 12.9.15 |
Genthe, Emil | 8.8.18 |
| Dr. Roßberger, Artur | 11.11.14 |
Lüttich, Otto | 24.5.16 |
Naundorf, Karl | 14.10.18 |
| Roßberger, Walter | 17.4.18 |
Bau, Robert | 17.8.16 |
Wüste, Erich verm. | 12.10.18 |
| Wagner, Otto | 13.11.14 |
Frenzel, Paul | 15.9.16 |
Insgesamt handelt es sich um die Namen von 75 Männern, die entweder gefallen sind, vermißt wurden oder nach Kriegsende den erlittenen Verletzungen bzw. Krankheiten erlagen. Vielen von ihnen war es nicht vergönnt, ihr Grab im Heimatort zu finden. Da sie getrennt nach den ehemals politisch selbständigen Gemeinden aufgeführt sind, läßt sich vermuten, daß das Denkmal vor 1929 entstand, also bevor die drei Orte sich zu Lützschena zusammenschlossen.
Über ein solches Denkmal kann nun jeder denken, wie er möchte. Für mich persönlich gibt es immer wieder Anlaß, darüber nachzudenken, daß 75 sicher noch junge Männer der Gemeinde für eine fragwürdige Ehre und Interessen, die bestimmt nicht die ihren waren, Qualen erleiden mußten und am Ende mit ihrem Leben bezahlten. Zu ihrem eigenen Leid kam das der Eltern, Frauen, Kinder, Bräute oder Freunde hinzu. Das Denkmal ist mir deshalb auch Mahnung, daß es sich nicht wiederholen darf, daß blühende junge Menschen sinnlos in den Tod getrieben werden. Es ist leider so, daß eine solche Mahnung in der Vergangenheit nicht empfunden wurde und vielfach unter Mißbrauch der Gefallenen zu einem regelrechten Heldenrummel psychologisch der Weg in den nächsten Krieg geebnet wurde. Heute sind wir nicht in der Lage, die sicher noch größere Zahl der Opfer des 2. Weltkrieges aus unserem Ort zu erfassen, geschweige ihnen ein würdiges äußeres Zeichen des Gedenkens zu geben.
Unter diesem Gesichtspunkt kann ich nur zustimmen, daß es sich der Heimatverein zur Aufgabe gemacht hat, beginnend im März 2001 das Kriegerdenkmal restaurieren zu lassen. Im Zuge der Erforschung dieses Teils der Geschichte von Lützschena-Stahmeln hat der Heimatverein auch Interesse daran, etwas über den Lebensweg der oben Genannten zu erfahren. Diejenigen also, welche etwas über diese Personen etwas berichten können im Familienbesitz Fotos oder andere Dokumente von den Gefallenen haben, werden gebeten, sich an den Heimatverein zu wenden und ihm eventuell vorhandenes Material leihweise zur Auswertung zu überlassen.
Horst Pawlitzky
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